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Die grösste Sammlung ihrer Art in der Schweiz: Geschichte der Sammlung |
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Gottfried Kinkel (1815-1882), Professor für Archäologie und Kunstgeschichte, gründete 1867 die Graphische Sammlung. Den Grundstock legte er 1870 mit dem Ankauf der Sammlung Bühlmann. Der Maler Rudolf Bühlmann (1812-1891) hatte über drei Jahrzehnte in Rom gelebt und dort eine Sammlung von ungefähr 11'000 Einzelblättern und gegen 150 gebundenen Stichwerken zusammengetragen. Der wertvollste Zuwachs der Sammlung ist dem Zürcher Bankier Heinrich Schulthess-von Meiss (1813-1898) zu verdanken: über 12'000 kostbare Blätter von Schongauer bis Rembrandt. Seit 1891 ist die Sammlung für das Publikum zugänglich. Dreissig Jahre später konnte man in der Neuen Zürcher Zeitung lesen, das wichtigste Frühlingsereignis im Zürcher Kunstleben sei im April 1924 die Eröffnung der neu geordneten Kupferstich- und Handzeichnungssammlung der ETH gewesen. Der Sammlungsraum wurde damals gleichzeitig als Ausstellungsraum eingerichtet, und der ehemalige Lesesaal der ETH-Bibliothek wurde mit minimalem Aufwand in einen grossen Studiensaal und nach dem zweiten Weltkrieg in einen Ausstellungsraum umgewandelt. 1994 / 1996 wurden nach mehr als siebzig Jahren die Räume renoviert und konservatorisch, sicherheits- und arbeitstechnisch wesentlich verbessert. Durch kontinuierliche Ankäufe und zahlreiche Geschenke wuchs die Sammlung inzwischen weit über den ursprünglichen Rahmen einer Studiensammlung hinaus und umfasst heute rund 150'000 druckgraphische Werke und Zeichnungen vom 15. Jahrhundert bis heute. Damit kann sie als die umfangreichste Sammlung von Druckgraphik in der Schweiz bezeichnet werden. Schweizer Graphik wurde dabei besonders berücksichtigt. Ihre Entwicklung kann heute wie in keiner anderen einheimischen Sammlung studiert werden. Bei den Erwerbungen gilt es an bestehende Sammlungsschwerpunkte anzuknüpfen und neue hinzuzufügen. Es wird vorrangig Graphik der letzten drei Jahrzehnte erworben. Neue Akzente wurden bei Dieter Roth, Bernhard Luginbühl, Urs Lüthi, Franz Gertsch und Blinky Palermo gesetzt. Wegen ihrer besonderen materiellen Beschaffenheit können diese empfindlichen Schätze jeweils nur in Wechselausstellungen gezeigt oder im Studiensaal vorgelegt werden. |
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