| Ein Kernbestand der Sammlung: Frühe italienische Druckgraphik 1460 1530 |
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Zu den zentralen Aufgaben einer Graphischen Sammlung der ETH gehört neben der Ausstellungstätigkeit auch die wissenschaftliche Bearbeitung von wichtigen Teilbeständen der Sammlung, die Hand in Hand mit der restauratorisch konservierenden Betreuung geht. Ein Kernbestand bildet die italienische Druckgraphik des 15. und frühen 16. Jahrhunderts, die in der Graphischen Sammlung seit Februar 1996 Gegenstand eines Forschungsprojekts war, das mit Mitteln der ETH sowie Zuwendungen von Stiftungen, Banken, Versicherungen und Privater finanziert werden konnte.1998 erschien zu diesem Forschungsprojekt im Schwabe Verlag eine umfassende Buchpublikation. Ihre Herkunft verdankt dieser Teilbestand der Graphischen Sammlung namentlich der Sammeltätigkeit, die Rudolf Bühlmann (1812-1890) während seines vierunddreissigjährigen Rom-Aufenthaltes an den Tag gelegt hatte und der Schenkung des Zürcher Bankiers Heinrich Schulthess-von Meiss (1813-1898). Der bearbeitete Bestand umfasst ca. 150 Nielli, Kupferstiche, darunter Blätter von Andrea Mantegna, Giulio und Domenico Campagnola, Jacopo deBarbari, Cristofano Robetta und anderen. In die Bearbeitung miteinbezogen werden auch die frühen florentinischen Kupferstiche von Baccio Baldini, Francesco Rosselli und Pollaiuolo. Die zunächst eng mit dem Florentiner Goldschmiedegewerbe verbundenen Anfänge der italienischen Druckgraphik entwickelten sich rasch zu einem selbständigen Zweig künstlerischer Betätigung. Verschiedenste, führende Künstler ihrer Zeit, darunter Antonio Pollaiuolo, Andrea Mantegna, Jacopo deBarbari, Giulio und Domenico Campagnola, sahen in dem gedruckten Medium Ausdrucksmöglichkeiten ganz eigener Art und Anziehungskraft. Es bildeten sich Zentren des Handwerks in Florenz, Rom, Mantua, Venedig und anderen, namentlich oberitalienischen Städten, in denen der Kupferstich früh zu besonderer Blüte gelangte. Mit der wissenschaftlichen Publikation wurde 1998 der Anfang einer Reihe von Bestandeskatalogen gemacht. Aus Anlass des Erscheinens des Bandes wurden die Blätter in einer Ausstellung gezeigt (Dauer der Ausstellung: 18. November 1998 - 29. Januar 1999). Kontakt: Dr. Michael Matile (> e-mail) |
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