| < zurück zum Archiv | 4. Juli - 17. August 2007: Lenz Klotz Arbeiten auf Papier Wilfrid Moser Zeichnungen und Radierungen aus dem Spätwerk |
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Die graphischen Arbeiten des Basler Künstlers Lenz Klotz (*1925) zeigen ein breites Spektrum an Formen des
abstrakten Expressionismus. Inspiriert durch seine grossen Vorbilder Paul Klee und Wassily Kandinsky entwickelte Klotz bereits im Frühwerk seine
eigene Formensprache. Deren lineare Grundelemente setzen sich zusammen aus Kreisen, Kringeln, Klecksen und Kreuzen. Von diesem Vokabular
ausgehend findet Klotz immer wieder neue Bildmotive, die er in der ihm eigenen Systematik auf beeindruckende Weise variiert, verändert und gelegentlich
nach Jahren wieder aufgreift und neu interpretiert. Ob in den frühen Radierungen der 1950er und 1960er Jahre oder in den zahlreichen Sehkarten der
1970er Jahre, bis hin zu den farbenfrohen Lithographien der 1980er und 1990er Jahre - stets gibt die Linie den Ton an. Zuweilen wandelt sie sich zum
Schriftzeichen oder gar zu einer Partitur und verliert so scheinbar ihre abstrakte Intention.
Einzelne Schlüsselbilder und Motive bilden den Ausgangspunkt verschiedener Phasen, die Klotz zu einer enormen Produktion antreiben, wobei einzelne Stilphasen mit unterschiedlich vielen Blättern vertreten sind. Klotz wechselt häufig zwischen den Techniken und entwickelt seine Gedanken auf diese Weise weiter. Das jeweils verwendete Medium, ob Zeichnung, Radierung oder Lithographie, bringt eine bestimmte Eigenart der Linie zutage. Dieser Wechsel in den Ausdrucksarten fördert die Schärfung der Idee. Weit über die Hälfte der druckgraphischen Blätter von Lenz Klotz sind Radierungen. Daneben entstanden zahlreiche Lithographien. Diese beiden Techniken stehen dem unmittelbaren Ausdruck des Zeichnerischen sehr nahe, deswegen bevorzugt Klotz sie. Einfallsreiche Titel spielen mit möglichen Bildinhalten. Oft illustrieren sie das gezeigte Motiv in kaum zu übertreffender Schärfe oder Ironie. Beispielhaft seien Namensfindungen wie "Nicht nur für Analphabeten" (1961), "Einsichtiges Konzept" (1989) und "Fertig Lustig" (2001) genannt. Eine grosszügige Schenkung ermöglicht es der Graphischen Sammlung, das Werk von Lenz Klotz eingehend zu würdigen. Erstmals wird die beinahe fünfzig Jahre andauernde intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit den verschiedensten druckgraphischen und zeichnerischen Techniken zusammenhängend in einer Einzelausstellung dokumentiert. Parallel zur Ausstellung von Lenz Klotz werden in den Korridorvitrinen der Graphischen Sammlung Zeichnungen und Radierungen von Wilfrid Moser gezeigt. Im Sommer 1999, zwei Jahre nach dem Tod des Künstlers, bot die Graphische Sammlung einen Überblick über das ganze druckgraphische Werk von Wilfrid Moser. In der aktuellen Ausstellung stehen nun zwei Werkgruppen aus den letzten Schaffensjahren im Zentrum: die Pont Alexandre-Radierungen und grossformatige, bisher noch nie gezeigte Zeichnungen. Vernissage: Dienstag, 3. Juli 2007, um 18 Uhr Kontakt für diese Ausstellung: Kathrin Siebert (> e-mail) |
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