| < zurück zum Archiv | 3. September - 14. November 2003: Pierre Bonnard, Antoni Tàpies, Dieter Roth Ein Jahrhundert Künstlerbücher |
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Die Graphische Sammlung der ETH Zürich besitzt eine reiche Sammlung an Künstlerbüchern.
Die illustrierten Bücher aus der Sammlung Imhoof-Blumer, die meist um 1900 in Paris erworben wurden, und die mehrere hundert Einheiten
umfassende Sammlung der Bücher von Dieter Roth aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bilden zwei herausragende Schwerpunkte.
Dazwischen gibt es viele Künstlerbücher und Buchobjekte von Künstlern wie Bonnard, Tàpies, Gober u.a. zu entdecken.
Die Produktion der Künstlerbücher hält seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts ungebrochen an, als Künstler begannen, ihre Bücher nicht nur selber zu gestalten sondern oft auch selber zu drucken und zu verlegen. Die Bibliothèque nationale de France hat 2002 nicht weniger als 229 Künstlerbücher neu in die Sammlung aufgenommen. Auch die Graphische Sammlung der ETH tätigt jedes Jahr Erwerbungen in diesem Bereich. In den letzten zehn Jahren ist dieser Teil der Sammlung erheblich gewachsen, jedoch ohne Absicht, diese Gattung betont zu pflegen. Die Erwerbungen richten sich nämlich immer auf bestimmte Künstler und Künstlerinnen aus: Wenn eine Werkgruppe eines Künstlers in die Sammlung aufgenommen werden soll, beschränkt man sich nicht nur auf eine Gattung. Der Zürcher Künstler Ian Anüll hat in den letzten zwei Jahrzehnten neben Zeichnungen und druckgraphischen Arbeiten eine ganze Reihe von kleinen Künstlerbüchern gestaltet und herausgegeben. Also wurden auch seine Künstlerbücher in die Sammlung aufgenommen. Von Dieter Roth konnte die Graphische Sammlung zunächst mit Hilfe des ETH-Rates sogenannte Fotokopienbücher erwerben: vom Künstler selber am Kopiergerät erstellte Bücher in einer sehr kleinen Auflage. Dann gelang der Ankauf einer grossen Privatsammlung: Über drei Jahrzehnte hat ein Sammler systematisch Roth‘s Künstlerbücher zusammengetragen. Einzig die Fondation Roth in Hamburg dürfte heute eine noch komplettere Sammlung als die ETH besitzen. Wenn möglich, wurde und wird der Bestand der Roth Bücher ergänzt. Mit ausgewählten Künstlerbüchern aus Zürcher Privatsammlungen und aus der Grafiksammlung des Museums für Gestaltung wird unser eigener Bestand an Künstlerbüchern zusätzlich akzentuiert und abgerundet. Im Rahmen der Langen Nacht der Zürcher Museen, die vom 6. / 7. September stattfindet, wird der Blick auf die gegenseitige Anregung von Literatur und bildender Kunst gerichtet. Bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten lesen aus Künstlerbüchern vor: Josef Estermann, viele Jahre Stadtpräsident Zürichs, Patrick Frey, Zürcher Verleger, Schauspieler und Moderator u.a. Vernissage: Dienstag, den 2. September 2003, um 18.00 Uhr Kontakt für diese Ausstellung: Paul Tanner (> e-mail) |
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