| < zurück zum Archiv | 12. Februar - 17. April 2003: Die Fahrt ins zwanzigste Jahrhundert Stationen schweizerischer Künstlergraphik bis in die fünfziger Jahre |
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Die Fahrt ins zwanzigste Jahrhundert lautet der Titel von Albert Weltis 1899 radiertem 'Jahrhundertblatt'. Es ist die Stellungnahme eines
Zeitgenossen, der sich am Vorabend des neuen Jahrhunderts vorstellt, wie es sich wohl darstellen könnte: wie eine Zeitreise mit der
Eisenbahn.
Auch die moderne Eigenart der Kunst der Graphik wurde damals in Bewegung gesetzt. Die manuellen druckgraphischen Techniken - also Holzschnitt, Kupferstich, Radierung und Lithographie - ihren Nutzen als Vervielfältigungstechnik aus vorphotographischer Zeit endgültig verloren. Ihre Bedeutung verlagerte sich nur noch zum besonderen künstlerischen Ausdrucksmittel. Aus einem bisher weitgehend imitativen Medium wurde im Lauf des zwanzigsten Jahrhunderts ein ausgesprochen innovatives. Dieser - bis in die fünfziger Jahre moderate - Wandel wird in seiner schweizerischen Form vorgestellt - als ein erster Streckenabschnitt, weitere Stationen folgen. Die Ausstellung wird wohl dem Geleise der Chronologie entlangeilen, aber nicht ohne Aufenthalte bei gewissen Themen. Zum Zug kommt eine erste Künstlergeneration mit Cuno Amiet, Alice Bailly, Helen Dahm, Ignaz Epper, Giovanni Giacometti, Paul Klee, Fritz Pauli, Gregor Rabinovitch, Ernst Georg Rüegg oder Edouard Vallet. Jüngere, wie Albert Müller und Hermann Scherer, lernten von Ernst Ludwig Kirchner. René Auberjonois, Aimé und Maurice Barraud, Karl Geiser sowie Alberto Giacometti formulierten weitere Spielarten der Figuration. In der 'allianz', einer Künstlergruppe, die zwischen 1937 und 1954 alle nicht naturalistischen Richtungen vereinte, liierten sich Vertreter surrealistischer und abstrakt-poetischer Lösungen mit denen geometrischer Konzepte: also etwa Serge Brignoni, Leo Leuppi, Meret Oppenheim, Kurt Seligmann oder Otto Tschumi mit Bill, Lohse oder Verena Loewensberg. Geboten wird von all dem nicht mehr als ein Angebot - aber was für eines! Vernissage: 11. Februar 2003, 18.00 Uhr, Graphische Sammlung der ETH Kontakt für diese Ausstellung: Eva Korazija |
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