| < zurück zum Archiv | 24. August - 21. Oktober 2005: 1855 Graphik aus der Mitte des 19. Jahrhunderts |
|||||||||||||||
|
Wenn es um Druckgraphik des 19. Jahrhunderts geht, steht entweder jene des frühen oder jene des späten
19. Jahrhunderts im Blickfeld der Forschung und der Ausstellungen: Graphik des Klassizismus und der
Romantik zu Beginn, die Anfänge der Graphik der Moderne am Ende des Jahrhunderts. Doch auch um 1855,
dem Gründungsjahr der ETH Zürich, ist interessante Graphik entstanden. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums
soll deshalb europäische Druckgraphik der Mitte des 19. Jahrhunderts präsentiert werden.
Revolution, Umsturz und Neubeginn sind Kennzeichen des Jahres 1848. Unzählige politische Karikaturen sind in den Jahren davor in Europa entstanden. Als Folge dieser Umwälzungen wurde 1848 aber auch der Schweizerische Bundesstaat aus der Taufe gehoben. Nur sieben Jahre später konnte er seine Hochschule in Zürich eröffnen. Damals setzte eine rasante Entwicklung der Technik und der Wirtschaft ein. Als Reaktion darauf kehrten nicht wenige Künstler der Hektik der Moderne den Rücken zu und begannen das einfache Landleben, die Arbeit auf den Äckern und Wiesen, darzustellen. Ein Exponent dieser künstlerischen Richtung war Jean François Millet (1814 - 1875). Charles Meryon (1821 - 1868) wiederum schuf Radierungen vom alten Paris, das damals teilweise den neuen grossen Boulevards weichen musste. Das in jenen Jahren neu erfundene Medium Photographie stellte für die Künstler eine neue und grosse Herausforderung dar: Die visuelle Wahrnehmung veränderte sich und wirkte sich auch auf die alten Bildmedien, Malerei, Zeichnung und Druckgraphik, aus. Es gab aber auch Künstler wie der französische Maler Camille Corot (1796-1875), welche die Lichtempfindlichkeit des Photopapiers auf besondere Weise zu nützen wussten. Eine Glasplatte wurde mit einer Schicht lichtundurchlässig gemacht, bzw. durch Zeichnen mit einer Nadel partiell wieder geöffnet. Eine so bearbeitete Glasplatte, ein Cliché verre, konnte dann wie ein Negativ zur Belichtung eines oder mehrerer Photopapiere verwendet werden. Vernissage: Dienstag, 23. August 2005, um 18.00 Uhr Kontakt für diese Ausstellung: Paul Tanner (> e-mail) |
Konzert am Mittwochabend Die Ausstellungen im Jubiläumsjahr werden von der Hochschule für Musik und Theater Zürich mit Konzerten begleitet. Passend zur Epoche der bildnerischen Werke erklingt Musik jener Zeit. Jeweils um 18 Uhr im Ausstellungsraum, Eintritt frei. 14. September Phantasia Virtuose Harfenklänge mit Nikolaz Cadoret und Emmanuel Lahoz |
||||||||||||||
|
||||||||||||||||